Vegane Ernährung

Cremige Zoodles

Es fällt inzwischen schwer, den Trend zur veganen Küche und Ernährung zu ignorieren. Kochbücher, Messen, Restaurants, Kochshows – von allen Seiten werden wir überflutet von veganen Rezepten, Zutaten und der Botschaft, dass wir eventuell unseren Fleisch-, Fisch- und Milchproduktekonsum mal überdenken sollten.

Berichte über Massentierhaltung, Skandale um Gammelfleisch, das Wissen von Eiern aus Legebatterien und Fisch, der mit Antibiotika gezüchtet wird, schrecken immer mehr Menschen vom Konsum von Tierprodukten ab. Auch der Anstieg an Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie zum Beispiel einer Laktoseintoleranz motiviert viele, auf eine rein pflanzliche Ernährungsweise umzusteigen.

Für Menschen, die sich seit Jahren vegetarisch ernähren, ist der Schritt zu einer rein veganen Ernährung weniger drastisch. Doch die Umstellung von einer Ernährung, bei der alles erlaubt ist, zu vegan? Das erscheint vielen dann doch eine Nummer zu gross.

Aber: wer sagt, dass es gleich 100 % vegan sein muss? Ich persönlich empfehle, einfach mal ein paar Mahlzeiten vegan zu gestalten. Es gibt unzählige Möglichkeiten, auf tierische Produkte zumindestens teilweise zu verzichten: Milchkaffee mit Mandelmilch statt Kuhmilch, Sojajoghurt im Müsli, Gemüsepfanne mit Kokosmilch und Curry statt Sahne und Weisswein, oder Kokosöl beim Backen anstelle von Butter.

Und wer Spass am veganen Essen findet, der kann es zum Beispiel mal mit einem Cashewkäse probieren oder cremigen Zoodles.

Vegane Ernährung heisst nicht Verzicht. Ich sehe es eher als eine Entdeckungsreise und grosse Bereicherung. Denn irgendwie müssen all die gewohnten, tierischen Produkte ja ersetzt werden. Und ein anfänglicher Mangel macht bekanntlich kreativ. Es gibt unzählige pflanzliche Produkte, die fantastisch schmecken, voller Nährstoffe stecken und denen wir bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt haben. So zum Beispiel Quinoa, Hanfsamen, Mungbohnen, Hafersahne, Chiasamen, oder Acaipulver, um nur ein paar zu nennen. All diese Lebensmittel stecken voller Nährstoffe, einige davon voller hochwertiger Eiweisse, andere voller Ballaststoffe.

Strikte Veganer sollten nämlich insbesondere darauf achten, sich mit ausreichend Eiweiss, Eisen und Vitamin B12 zu versorgen.

Aber wie gesagt: warum nicht einfach mal weniger tierische und mehr pflanzliche Produkte in die Ernährung integrieren und sehen, wie es schmeckt, sich anfühlt und somit der Umwelt und den Tieren eine kleine Verschnaufpause gönnen?

Viel Spass dabei!