Nährwertangaben richtig interpretieren

Diabetiker und andere, die auf ihre Ernährung achten, informieren sich beim Kauf von Lebensmitteln häufig über die darin enthaltenen Nährwerte. Dabei wird vor allem auf die Kalorienangabe geachtet. Hier kommt es allerdings oft zu Missinterpretationen, da die Menge der Kalorien allein nicht genügend Aussagekraft besitzt. Ärgerlich für alle Ernährungsbewussten, die sich im guten Glauben auf die Herstellerangaben der Verpackungen verlassen.

Um die Kalorienangabe richtig einordnen zu können, müssen weitere Faktoren bekannt sein. So verarbeitet der Körper Lebensmittel, die ihre hohe Kalorienzahl hauptsächlich ihrem Zuckergehalt verdanken, anders als solche mit hohem Eiweißanteil. Während zuckerhaltige Nahrung zum vermehrten Aufbau von Fettzellen und damit einem höheren Körpergewicht führt, verfügen eiweißhaltige Nahrungsmittel über mehr Ballaststoffe, die vom Körper ausgeschieden werden.

Darüber hinaus spielt es eine große Rolle, ob die Lebensmittel naturbelassen geblieben sind oder verarbeitet wurden. Nicht jede Nahrung trägt in gleichem Maß zur Gewichtszunahme bei. Bei der Verwertung von Rohkost muss der Körper deutlich mehr arbeiten (und damit Kalorien verbrauchen) als dies der Fall ist, wenn es sich um zubereitete Nahrung handelt. Der Unterschied kann bei demselben Lebensmittel immerhin bis zu dreißig Prozent betragen. Eine durchaus relevante Größe für alle, die aus den verschiedensten Gründen auf ihre Kalorienzufuhr achten müssen. Wer also abnehmen möchte, tut gut daran auf zuckerhaltige Nahrung zu verzichten. Unterm Strich ist, wenn keine Unverträglichkeit dagegen spricht, Rohkost der Vorzug vor zubereiteten Lebensmitteln zu geben.

Für Verbraucher ist es oft nicht ersichtlich, ob die Kalorienangabe für ein Nahrungsmittel sich auf den Rohzustand oder das zubereitete Gericht bezieht. Entsprechende Angaben suchen sie in den Nährwerttabellen häufig vergebens. Solange es zu keiner deutlicheren Kennzeichnung kommt, bleibt Ihnen daher nur übrig, die vorhandenen Informationen gründlich zu studieren.

Quelle www.heute.at