Immer mehr Länder setzen auf nachhaltigen Fischfang

Forelle, Regenbogenforelle

Fisch enthält viele Omega-3-Fettsäuren und sollte deshalb viel öfter auf unserem Speiseplan stehen. Immer wieder ist von Schadstoffbelastungen des Meeres die Rede. Zwangsläufig kommt die Frage auf, wie viel Fisch eigentlich gesund ist und ob er mit Schadstoffen belastet ist. Pauschal lässt sich dies nicht beantworten. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigt, dass man mit dem täglichen Verzehr von 250 mg mehrfach ungesättigter Fettsäuren sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose deutlich senken kann. Sie empfiehlt wöchentlich ein bis zwei Fischmahlzeiten. Schwangere Frauen sollten sogar doppelt so viel Fisch essen.

Artenschutz und wirtschaftlicher Fischfang

Auch wenn Fisch gesund ist, machen sich doch viele Verbraucher Gedanken über die Nachhaltigkeit der Fischerei. Greenpeace sieht Europas Fischfang sehr kritisch. Es gibt viele bedrohte Arten, gleichzeitig werden weltweit Millionen Tonnen Fisch verschwendet. In den Netzen verfangen sich Jungfische, Schildkröten und andere Tiere, die nicht kommerziell verwertbar sind, werden schwer verletzt und wieder über Bord geworfen. Ein weiterer kritischer Aspekt ist die enorme Produktion und Fischmehl, das zur Ernährung von Lachsen notwendig ist. Mehr als die Hälfte der Fischbestände weltweit wird bereits an ihre Grenzen leergefischt, 17 % sind von einer Überfischung betroffen. Die alarmierenden Zahlen sollten uns alle dazu bewegen, wieder das natürliche Gleichgewicht der Gewässer im Sinne des Arten- und Ressourcenschutzes herzustellen.

Schutzgebiete in Alaska

Im nachhaltigen Fischfang nimmt Alaska eine Vorreiterrolle ein. Hier wurde Programme initiieren, durch die Fischfänge in Echtzeit überwacht werden und den Beifang erheblich reduzieren können. Auch die Fangquoten werden streng kontrolliert und dürfen nicht überschritten werden. In diesem Zusammenhang wurde in Alaska auch die Schleppnetzfischerei verboten. Ein modernes Fischereimanagement, in das mehrerer Behörden eingebunden sind, überwacht die Einhaltung. Neben den Gebieten für traditionelle Fischerei wies man 40 Meeresschutzgebiete aus, in denen jede Art Berufsfischerei verboten ist. Das Ergebnis dieser Maßnahmen kann sich sehen lassen: Alaska hat keine einzige überfischte und bedrohte Weißfischart.

Norwegen setzt auf Aquakulturen

Da in Norwegen kaum landwirtschaftliche Fläche zur Verfügung steht, musste man sich hier seit jeher auf Nahrungsmittel aus dem Meer konzentrieren. Um dem Umweltschutz gerecht zu werden, setzt man daher verstärkt auf Aquakulturen. Die größte Herausforderung dabei ist die Futtermittelbeschaffung.

Quelle www.catering.de