Gesund und lecker durch die Feiertage

Weihnachten, Silvester und Neujahr stehen vor der Tür und damit ein Festessen nach dem anderen. Lange Tafelrunden mit mehreren Gängen, reichhaltigen Speisen, deftigen Saucen und cremigen, süßen Desserts. Das ist primär ja durchaus eine gute Nachricht. Wenn da nur nicht die 2-3 Kilo mehr auf der Waage wären beim bösen Erwachen Anfang Januar.

Und – wenn wir ehrlich sind – es ist ziemlich mühsam, diese wieder loszuwerden. Gute Vorsätze hin oder her, von Jahr zu Jahr fällt es schwerer, die Linie zu halten und die Jeans ohne Kampf über die Hüften zu ziehen.

Wer diesen Kampf mit den Kilos als Start ins neue Jahr vermeiden will, der hat aber zum Glück die Möglichkeit, köstlich zu schlemmen und trotzdem weiterhin in die Hose zu passen!

Köstlich muss nicht kalorienreich und zuckerbeladen heißen. Es gibt wunderbare Gerichte, die leicht sind, gesund, und dabei extrem lecker schmecken! Hier geht es nicht um Verzicht, sondern Gewinn!

Beim Zusammenstellen eines Menüs – und das gilt nicht nur für Weihnachten, sondern genauso für Einladungen und Festlichkeiten unter dem Jahr – empfehle ich, darauf zu achten,, dass die Zutaten frisch, bunt, und möglichst fettarm sind. Wenn Fette, dann möglichst gesunde wie sie in Avocado, Nüssen, kaltgepressten Ölen, u.ä. stecken.

Was heißt das konkret?

– viel Obst und Gemüse – wenn Ihnen die regionalen Äpfel zu banal erscheinen, kann die Wahl auch mal etwas exotischer ausfallen

– vom Fleisch am besten die Filetstücke wählen, die sind am fettärmsten

– möglichst viel Fisch und Meeresfrüchte ins Menü integrieren

– für die Nachspeisen am besten Trockenfrüchte, Nüsse und Obst wählen anstelle von weissem Zucker, Sahne, und Weißmehl

– ähnliches gilt für das Plätzchenbacken: wählen Sie die Rezepte, die möglichst viele Nüsse und Trockenfrüchte verwenden. Das ist zwar auch nicht leicht, aber wenigstens gesundes Fett und die Süße kommt von den Früchten

Ein paar Beispiele für ein Menü wären:

– Jakobsmuscheln mit einer Zitrus-Ingwer-Reduktion an Avocado-Mango-Dip (ich liebe darin auch rote Zwiebeln, Limette und ein paar frische Sprossen)

– Rindertatar mit feinen Schalotten und Kapern (nach Belieben auch mit kleinen Avocadostückchen)

– Rosa gebratenes Lammfilet mit Ratatouille aus Auberginen, Zucchini, getrockneten Tomaten und frischem Thymian

– Roher “Cheesecake” mit Mango, Kokos und einer Dattel-Pekannuss-Basis (vegan, zucker- und mehlfrei)

 

All diese Gerichte strotzen vor gesunder Zutaten und der Gaumengenuss kommt auf keinen Fall zu kurz. Ein weiterer toller Nebeneffekt ist, dass ein solches Menü niemanden erschlägt. Kein unangenehmes Völlegefühl, kein gefühltes Koma nach dem Essen, keine Schuldgefühle. Sondern Genuss ohne Reue!

 

Als Beispiel hier das Rezept für den Veganen Mango-“Cheesecake”:

mango cheesecake

Zutaten für die Basis:

– 200 gr. Pekannüsse (alternativ gehen auch Walnüsse)

– 70 gr. Mandeln

– 300 gr. getrocknete Datteln

– 1 Esslöffel Ahornsirup

 

Zutaten für die Creme:

– 2 Mangos

– 100 gr. Cashewnüsse (können für einen noch cremigeren Effekt auch 4-6 Stunden in Wasser eingeweicht werden)

– 3 Esslöffel Ahornsirup

– 1 Esslöffel kalt gepresstes Kokosnussöl

 

Zubereitung

Für die Basis die Nüsse und Mandeln in einem Zerkleinerer in kleine Stücke zerhacken, anschliessend die Datteln und den Ahornsirup hinzufügen und weiter zerkleinern bis eine dicke Masse entsteht. Diese mit Hilfe eines Löffels oder Spachtel in eine Kuchenspringform (oder mehrere kleine Förmchen) pressen.

Nun die (abgetropften) Cashewnüsse in den Zerkleinerer geben und solange pürieren, bis eine dicke, nussige Paste entsteht. Dann die Mango, den Ahornsirup und das Kokosnussöl dazugeben und solange weiterpürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Diese gleichmässig über die Basis verteilen und für mindestens 3 Stunden in das Gefrierfach stellen.

Vor dem Servieren vorsichtig mit einem Messer vom Rand lösen, in Stücke schneiden und mit Mangocoulis genießen.

Ich wünsche Ihnen ein frohes, genussvolles Fest und ein gesundes 2015!